Verpackungsstrategie
Zuordnung von verpackungen
Nachhaltige Verpackungen finden in Europa zunehmend Beachtung. Und das aus gutem Grund: Die Hälfte des gesamten Meeresmülls besteht aus Verpackungen, und fast 40 % des gesamten europäischen Kunststoffs werden für Verpackungen verwendet. Für Unternehmen ist nachhaltige Verpackung daher nicht nur ein Umweltthema, sondern auch eine strategische Entscheidung. Sie verringert die Umweltbelastung, schont Rohstoffe und kann Kosten senken – beispielsweise bei der Beschaffung und bei Entsorgungsgebühren.
Zudem ändern sich die gesetzlichen Vorschriften rasch. Mit der Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) legt die EU strengere Anforderungen an alle in Verkehr gebrachten Verpackungen fest. Dazu gehören Mindestanteile an recycelten Materialien, verbotene Stoffe wie PFAS, Anforderungen an die Recyclingfähigkeit sowie obligatorische Konformitätserklärungen. Unternehmen zahlen zudem eine Gebühr pro Kilogramm der von ihnen in Verkehr gebrachten Verpackungen.
Um gut vorbereitet zu sein, Risiken zu minimieren und unnötige Kosten zu vermeiden, ist es wichtig, bereits jetzt mit der Umsetzung nachhaltiger Verpackungskonzepte zu beginnen. Eine klare Verpackungsstrategie hilft Ihnen dabei, die Anforderungen der PPWR zu erfüllen und Ihre Verpackungen intelligenter, umweltfreundlicher und zukunftssicher zu gestalten.
So gehen wir vor – Ihr persönlicher Aktionsplan in drei Schritten
1. Einen überblick verschaffen
Wir sorgen aktiv für Klarheit hinsichtlich der Rollen und Verantwortlichkeiten jeder Verpackungseinheit. Dabei stellen wir fest, ob Ihr Unternehmen beispielsweise als Hersteller, Importeur oder Händler auftritt und ob Sie im Sinne der PPWR als Erzeuger gelten. Um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten, organisieren und moderieren wir eine gezielte Informationsveranstaltung für die Bereiche Beschaffung und Logistik. In dieser Veranstaltung erläutern wir die gesetzlichen Bestimmungen anschaulich und skizzieren die spezifischen Verantwortlichkeiten für jede Rolle innerhalb des Unternehmens.
2. Ermittlung des informationsbedarfs
Wir ermitteln systematisch den im PPWR festgelegten Informationsbedarf für jede Verpackungseinheit. Anschließend setzen wir diese Anforderungen in konkrete Informationsanfragen an die Lieferanten um. Gemeinsam mit den zuständigen Abteilungen wie Einkauf, Logistik und Nachhaltigkeit koordinieren wir, welche Daten benötigt werden, wer diese bereitstellt und wo Lücken bestehen. Auf diese Weise schaffen wir Klarheit, vermeiden Doppelarbeit und legen ein solides Fundament für Compliance, Berichterstattung und weitere Optimierungen.
3. Analyse von Möglichkeiten zur Reduzierung
Wir führen eine gezielte Analyse durch, um herauszufinden, wie wir sowohl die Umweltbelastung durch Verpackungen als auch die Verpackungskosten senken können. Mithilfe einer Hotspot-Analyse sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Vertriebsseite identifizieren wir die größten Verbesserungspotenziale. Wir fassen diese Erkenntnisse in einer Übersicht zusammen, die konkrete Reduktionsmaßnahmen enthält. Auf dieser Grundlage formulieren wir eine klare Reduktionsstrategie, die den Anforderungen der PPWR entspricht und gleichzeitig zu Kosteneinsparungen und Nachhaltigkeitszielen beiträgt.
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Häufig gestellte fragen
Die Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) trat am 12. Februar 2025 in Kraft. Die meisten Anforderungen treten am 12. August 2026 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt müssen Unternehmen, die Verpackungen auf den EU-Markt bringen, die Kernanforderungen der PPWR erfüllen, wobei zusätzliche Anforderungen bis 2030 und darüber hinaus schrittweise eingeführt werden.
Für das PPWR müssen Sie Ihre Rolle für jede Verpackungseinheit festlegen. Sie können Lieferant, Hersteller, Importeur oder Händler sein. Außerdem müssen Sie angeben, ob Sie der Hersteller der Verpackung sind.
Um die Anforderungen der PPWR zu erfüllen, benötigen Sie zuverlässige Verpackungsdaten, die Sie in Zusammenarbeit mit Ihren Lieferanten und Kunden erheben. Dazu gehören unter anderem Angaben zur Materialzusammensetzung, zum Gewicht, zur Wiederverwendbarkeit, zur Recyclingfähigkeit und zum Recyclinganteil. Diese Daten werden für die Kennzeichnung, Konformitätserklärungen und Berichte an das Herstellerregister benötigt.
Erweiterte Herstellerverantwortung bedeutet, dass derjenige, der ein Produkt oder eine Verpackung in Verkehr bringt, für dessen gesamten Lebenszyklus verantwortlich ist, einschließlich der Abfallphase und des Recyclings. Für die PPWR bedeutet dies beispielsweise, dass der Hersteller erfassen muss, wie viel Verpackungsmaterial in Verkehr gebracht wird, und auf der Grundlage dieser Menge eine Abfallgebühr entrichten muss.
Erste schritte mit ihrem eigenen team
Wir legen großen Wert auf Teamarbeit. Wir passen unsere langfristigen strategischen Programme individuell an die spezifischen Bedürfnisse Ihres Unternehmens oder Ihrer Organisation an. Wir sind ein engagiertes Team aus drei bis sechs Experten – vielfältig und belastbar. Gemeinsam begleiten wir Ihre Organisation von der Entwicklung bis zur Umsetzung. So stellen wir Qualität sicher und gewährleisten die Kontinuität Ihrer Nachhaltigkeitsinitiativen. Sind Sie bereit, gemeinsam etwas zu bewirken?

