Wie können wir dafür sorgen, dass Nachhaltigkeit wirklich in der Verantwortung jedes Einzelnen liegt?

2–3 Minuten

Winne Benschop

21 Mai 2026

Das gesellschaftliche Bewusstsein für Nachhaltigkeit entwickelt sich weiter. Die politische Unterstützung verschiebt sich, Gesetze werden überarbeitet, und die öffentliche Debatte verändert sich. Doch die Herausforderungen bleiben nach wie vor ebenso dringlich. Klimawandel, Ressourcenknappheit und soziale Ungleichheit werden nicht verschwinden Ressourcenknappheit und nur weil der Wind vorübergehend aus einer anderen Richtung weht.

In diesem Zusammenhang verändert sich auch die Rolle der Unternehmen. Sie sind nicht mehr nur Mitläufer der Politik, sondern Vorreiter einer zukunftsfähigen Wirtschaft. Jedes Unternehmen, das strategisch weiter wachsen will, muss Nachhaltigkeit fest in den Kern seiner Organisation verankern. Und das lässt sich nur erreichen, wenn die Mitarbeiter ein Gefühl der Eigenverantwortung für dieses Thema entwickeln.

Vom widerstand zur verarbeitbarkeit

Dennoch ist es leichter gesagt als getan, ein Gefühl der Eigenverantwortung zu fördern. Während einige Mitarbeiter der Idee voll und ganz offen gegenüberstehen, fühlen sich andere weniger eingebunden und tun sich schwer, sich aktiv einzubringen. Für beide Gruppen kann es eine Herausforderung sein, Nachhaltigkeit zu einem Teil ihrer täglichen Arbeit zu machen: Veränderungen können sich wie ein großer Schritt anfühlen, erfordern unter Umständen zusätzlichen Aufwand und bringen manchmal Unsicherheit mit sich. Der Schlüssel liegt daher darin, Nachhaltigkeit für jede Rolle konkret zu definieren und praktische Hilfsmittel bereitzustellen, die den Mitarbeitern helfen, einen Beitrag zu leisten. Erst wenn die Menschen verstehen, was dies für sie persönlich bedeutet, entsteht Raum für Engagement und Handeln.

Royal Swinkels: Kreislaufwirtschaft als gemeinsamer Kompass

Ein inspirierendes Beispiel hierfür ist Royal Swinkels. Das Unternehmen hat sich dafür entschieden, in einem Bereich eine Vorreiterrolle einzunehmen: der Kreislaufwirtschaft. Nicht als eigenständiges Projekt, sondern als fester Bestandteil der täglichen Arbeit. Gemeinsam mit 2BHonest hat es den Swinkels Circularity Index (SCI) entwickelt, eine Methode, die Kreislaufwirtschaft mit konkreten Zielen und Prozessen verknüpft: von der Beschaffung über die Produktion bis hin zur Wiederverwendung.

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Das Besondere an diesem Ansatz ist die Einbindung der Mitarbeiter. Für jede Rolle wurde klar definiert, was Kreislaufwirtschaft bedeutet. Durch das SCI werden Fortschritte messbar und zur Diskussion gestellt. Die Mitarbeiter werden geschult und haben die Freiheit, die Maßnahmen auf ihre eigene Weise umzusetzen. So entsteht eine Kombination aus klaren Richtlinien und Spielraum für individuelle Anpassungen. Jeder weiß, worum es geht und wie er zum Gesamtbild beitragen kann.

„Der Swinkels Circularity Index gibt uns die Werkzeuge an die Hand, um Nachhaltigkeit greifbar zu machen und in unsere tägliche Arbeit zu integrieren, sodass die Mitarbeiter stolz auf ihre Beiträge sein können.“ – Jeroen Mijs, ESG-Manager

Nachhaltiger fortschritt beginnt bei ihren mitarbeitern

Dieser Ansatz zeigt: Wenn man Nachhaltigkeit konkret umsetzbar macht, entsteht eine Dynamik. Nicht, indem man sich auf abstrakte Ziele konzentriert oder auf Fachjargon zurückgreift, sondern indem man mit den Menschen in einer verständlichen Sprache spricht, sie einbezieht, sie schult und ihnen zeigt, dass ihr Beitrag zählt. Auf diese Weise wird Nachhaltigkeit nicht nur zu einer weiteren Aufgabe, sondern zu einer gemeinsamen Verantwortung, die zu echtem Fortschritt führt.

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